Filmportrait – Kammerorchester Louis Spohr

Das Kammerorchester Louis Spohr in Kassel feiert dieser Tage sein 10jähriges Bestehen! Grund für uns über dieses spannende Ensemble zu berichten. Wir haben uns dazu mit drei Gründern auf dem Dach des Staatstheaters Kassel verabredet. Ganz nach dem Ansinnen „über den Dächern der Stadt“ standen uns Katalin Hercegh, Wolfram Geiss und Joachim Schwarz Rede und Antwort. Sie zeigen in dem rund 12 minütigen Portrait kurz auf, was an ihrem Orchester Besonderes ist und welche Ziele sie ins Auge gefasst haben. 

Über den Dächern Kassels – hier Katalin Hercegh die künstlerische Leiterin des Ensembles
Über den Dächern Kassels – hier Katalin Hercegh die künstlerische Leiterin des Ensembles

Kurzum kann man sagen, dass sie mit ihren Konzerten alle Sinne ansprechen und ihr Publikum mit ungewöhnlichen Programmzusammenstellungen begeistern wollen. Sie greifen dabei auf Werke aus dem frühen Barock auf, verbinden diese mit Stücken der Romantik und verstehen es stets auch zeitgenössische Kompositionen einzubinden.

Um dem Publikum auch stets ein mehr an Hörgenuss zu geben, werden für das Auge auch auf Licht- und Videoinstallationen zurückgegriffen. Willkommene Überraschungen sind zudem die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gastkünstlern aus dem Schauspiel und Tanz oder Solisten von Cello über Harfe und Gesang.

2009 erhielt das Orchester den Kulturpreis der Stadt Kassel und ist regelmäßiger Gast bei den Kasseler Musiktagen. Durch zahlreiche überregionale Auftritte, hat das Ensemble sich auch weit über seine Heimat hinaus einen Namen gemacht hat. 

Weitere Informationen finden Sie unter kammerorchester-louis-spohr.de. Wir wünschen viel Spaß und können nur sagen – bitte hingehen!

Impressionen der Modenschau im Sepulkralkaufhaus

Bis zum 08. November 2015 versteht sich das Museum für Sepulkralkultur als Kaufhaus der Besonderen Art! Die Ausstellungsmacher geben uns Einblicke in den Umgang mit dem Tod in der Modewelt in dem sie uns in ihr Sepulkralkaufhaus verführen. Ihr Motto Buy now, die later! – darf dann sogar sprichwörtlich übernommen werden, denn einkaufen ist erwünscht und so können die Ausstellungsstücke fleißig erworben werden.

Auch der Körperschmuck in Form von Tattoos stand bei der Modenschau im Mittelpunkt
Auch der Körperschmuck in Form von Tattoos stand bei der Modenschau im Mittelpunkt

Zur Eröffnung des Kaufhauses gab es standesgemäß dann auch eine Modenschau mit exquisiten Stücken der Ausstellung. clipmedia hat die Modenschau aufgezeichnet, um sie den Besucherinnen und Besuchern im Museum dauerhaft zeigen zu können. Zudem entstand ein Kurzclip, der die Webseite des Museums unter sepulkralmuseum.de ziert. Wir können nur sagen – hingehen!

Ankündigungstext des Sepulkalmuseums:

Die Ausstellung zeigt, wie Symbole für Tod und Vergänglichkeit, allen voran der Totenkopf und das Skelett, Einzug halten in die Modewelt. Kaum ein Modedesigner kommt in seiner Kollektion ohne den personifizierten Tod und seine Attribute aus. Der Totenkopf ist im Vormarsch und hat inzwischen viele Branchen der Freizeitkultur erobert. Das Museum für Sepulkralkultur nimmt die Popularität jener Motive zum Anlass, speziell der Mode mit dem Tod genauer nachzuspüren. Gleichzeitig beantwortet die Ausstellung Fragen nach dem Ursprung der Todesmotive.

Flanieren Sie bei Ihrem Besuch im Sepulkralkaufhaus somit nicht nur zwischen Kleiderständern, Textil- und Schuhauslagen, sondern wagen Sie auf Ihrer fiktiven Shopping-Tour auch einen Blick in die Umkleidekabinen und entdecken Sie, warum die Mode mit dem Tod ein im Grunde doch recht alter Hut ist!

Bei einem Late-Night-Shopping im Sepulkralkaufhaus können Sie verschiedene T-Shirts, Stoffbeutel u. a. aus der eigens entworfenen Vanitas-Kollektion erwerben. Die Termine für das Late-Night-Shopping sowie das übrige Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.

Es erwartet Sie ein Shopping-Erlebnis der etwas ganz anderen Art, getreu dem Motto: Buy now, die later!

Konzept und Inhalte:
Ulrike Neurath M.A., Gerold Eppler M.A.

Architektur und Gestaltung:
creaTeam dekorationen (Jasmin und Oliver Grandjot)

Tattoo-Studio:
Jenny B’s Tattoo- und Piercing Studio Kassel

Übergabe des documenta Archivs

Am 01. Januar 2016 geht das documenta Archiv der Stadt Kassel in die documenta GmbH über! Diesen Schritt besiegelten der Hessische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen.

Pünktlich zum 60. Geburtstag gab es somit ein historisches Geschenk für die bedeutendste Kunstschau der Moderne.

Volles Rathaus bei der historisch bezeichneten Pressekonferenz
Volles Rathaus bei der historisch bezeichneten Pressekonferenz

Sehen Sie hier die Kurzfassung mit Stimmen zur Übergabe des Archivs.

Operntrailer zu Eugen Onegin

Die aktuelle Opernproduktion Eugen Oregin am Staatstheater Kassel sind lyrische Szenen in drei Akten vom Russischen Komponisten Peter Tschaikowsky.

Wir wünschen viel Freude und können erneut nur sagen – bitte hingehen!

Auszug Webseite Staatstheater Kassel:

Ein Abend ländlicher Idylle im Russland der 1820er Jahre. Man sitzt im Familienkreis beisammen, singt, tauscht Erinnerungen aus. Da bringt unvorhergesehener Besuch Abwechslung für die beiden Schwestern, die verträumte Tatjana und die lebenslustige Olga: Olgas Verlobter Lenski kommt in Gesellschaft seines weltgewandten Freundes Onegin vorbei. Sofort verliebt sich Tatjana in den gebildeten Großstädter; doch als sie ihm ihre Liebe gesteht, weist er sie zurück. Onegins Interesse an Olga endet mit Lenskis Tod, als der ihn zum Duell herausfordert. Jahre später kehrt Onegin zurück in die Provinz und trifft dort auf die erwachsen gewordene Tatjana. Zu spät erfasst auch ihn eine große Leidenschaft für Tatjana. Sie erwidert diese zwar, bekennt sich aber zu ihren Pflichten als nunmehr verheiratete Frau. Onegin bleibt einsam zurück.

Wird an ihrem Namenstag gefeiert – Tatjana (Jaclyn Bermudez)
Wird an ihrem Namenstag gefeiert – Tatjana (Jaclyn Bermudez)

Mit der bewussten Abkehr von der Tradition einer monumentalen Aufführungspraxis historischer Stoffe schuf Tschaikowsky mit Eugen Onegin ein Werk, welches das innere Erleben und die Seelenzustände seiner Figuren in einer Art Kammerspiel portraitiert. Ohne ins Sentimentale abzudriften, geht der Komponist in diesem musikalischen Psychogramm dem Ursprung menschlicher Gefühle nach und erzählt von alltäglichen Nöten, Schicksalen und Träumen der Menschen. Als Vorlage für seine Oper diente Tschaikowsky der gleichnamige Versroman von Alexander Puschkin, ein Meisterwerk der subtilen poetischen Zwischentöne, denen der Komponist mit einer epischen Reihung von musikalischen Motiven folgt. Die melodische Ausdruckskraft, mit der die Musik sowohl Melancholie wie Impulsivität abbildet, können als ein Spiegel Tschaikowskys innerer Anteilnahme am Stoff verstanden werden.