Kostprobe Trio Melodei

Als Kostprobe für ihr neues Programms „Schläft ein Lied in allen Dingen“ – Deutsche Volkslieder und Lyrik – besuchten wir das Trio Melodei bei einer Probe. Diesen Vormittag im Kasseler Theaterstübchen haben wir in ein Potpourri aus Rezitation und Gesang zusammen gefasst. 

Wir wünschen viel Spaß und können nur sagen – hingehen!

Trio Melodei mit Rezitationen von Bernd R. Winter
Trio Melodei mit Rezitationen von Bernd R. Winter

Infos aus dem Programm:
Zu den ältesten, lebendig gebliebenen Zeugnissen des Menschen gehörend, stellt das Volkslied unverändert eine der tragenden Säulen unserer Musikkultur dar.
Volkslieder sind ein Spiegel ihrer Zeit und geben Auskunft über das, was die Menschen dachten und fühlten. Daran hat sich bis heute nicht geändert.
Mozart komponierte ein munteres Trinklied, Goethe ließ Gedichte vertonen, Einstein spielte Violine, Theodor Storm versuchte sich als Komponist und Martini Luther sah im Gesang sogar etwas Göttliches und schrieb diverse Lieder von denen einige noch heute in evangelischen Kirchenkreisen gesungen werden.
Neben dem Volkslied fesselt die Lyrik die Menschen seit Jahrhunderten. Verse sprechen alle Sinne an, gehen ins Ohr, aktivieren Schlüsselreize und zaubern Bilderwelten an die Oberfläche.


Schläft ein Lied in allen Dingen – Deutsche Volkslieder und Lyrik – Ein Spiegel ihrer Zeit, so der Titel des neu arrangierten Programms von Bernd P. R. Winter. Buchungen und Kontakt unter 0561.85090286 oder per Mail an berndprwinter (at) t-online.de. Viel Vergnügen!

In Erinnerung – Interview mit Werner Ruhnau „Spielraum“ Nekropole/Kassel

 

Am 06. März 2015 verstarb einen Monat vor seinem 93. Geburtstag der Architekt Werner Ruhnau. 1995 hat Ruhnau auf Initiative Harry Kramers an den Nekropolen sein eigenes Grab eingerichtet. Es trägt den Namen „Spielraum“ und hat als Vorbild das Theater und den Festspielplatz.

Werner Ruhnau am 20. April 2013 in Kassel
Werner Ruhnau am 20. April 2013 in Kassel

Wir trafen Ruhnau 2013 bei seinem Tanz zur „Begrüßung des Frühlings“ an den Nekropolen. Für das Sepulkralmuseum zeichneten wir den Tanz auf und Ruhnau stand Stephan Haberzettl kurz Rede und Antwort. Das Interview wurde nie veröffentlicht, weil die Tonstörungen durch ein Sendesignal zu umfangreich waren. Heute, wenige Tage nach dem Tod Ruhnaus wollen wir diese Einschränkung unberücksichtigt lassen und wünschen interessante Einblicke!

Die Beisetzung Ruhnaus an den Nekropolen steht noch aus.

Zur Unterstützung einer Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur in Kassel 2013, wurde der Tanz – „Begrüßung des Frühlings“ an Werner Ruhnaus Grabstätte „Spielraum“ aufgezeichnet. Der Zusammenschnitt ist Teil der Ausstellung „Tanz & Tod“, die bis 08. September 2013 zu sehen war.

Ablauf: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Tanzes, starten an gegenüber liegenden Toren. Sie gehen aufeinander zu, begrüßen sich wertschätzend und verlassen an den seitlich gelegenen beiden Toren den Spielraum um zum Totengott Hardes zu gelangen. Dort werden sie mit einem Schnaps willkommen geheißen. Nachdem alle diese Formation beschritten haben, gibt es zum Abschluss einen gemeinsamen Kreistanz.

Ruhnau wünscht sich, dass auch seine Grabstätte als Ort für Feste und Spiele genutzt wird.

 

artort.tv – Lukas Thiele „Am Rande der Zeit“

In der heutigen Ausgabe von artort.tv schauen wir auf die praktische Abschlussarbeit von Trickfilmer Lukas Thiele. Er greift das Thema „Film im Raum“ auf und interpretiert es auf eine sehr ungewöhnliche Art in seinem „Apparat“. 

Die Installation „Am Rande der Zeit“ versucht einen zeitgenössischen Umgang mit dem mehr als 100 Jahre alten Medium Film. Es greift dabei einen der ältesten bekannten Filmapparate, das Zoetrop, auf und verbindet es mit einer der neuesten Entwicklungen im Bereich der Fertigungstechnik: dem 3D Druck mit Gipspulver bzw. dem 3D Druck in FDM-Technik.

Lukas Thiele erklärt die Funktionsweise seines "Apparats"
Lukas Thiele erklärt die Funktionsweise seines „Apparats“

Thieles „Am Rande der Zeit“-Apparat steht in einem abgedunkelten Raum. Drei Öffnungen sind auszumachen, in denen in einem Lichtkegel jeweils eine kleine Figur zu sehen ist. Die Figuren bewegen sich ganz so, als ob sie lebendig wären bzw. man vermutet, dass es sich um eine 3-D-Installation handelt, um die die Zuschauer sich frei bewegen können. Die drei Charaktere – ein Arbeiter, ein Wissenschaftler und ein Taucher versuchen scheinbar, die Maschine zu steuern. Sie interagieren dabei mit dem Sound, der aus dem Inneren der Maschine dringt. Der Zuschauer wird dabei auf die „Probe“ gestellt, weil die Figuren immer mal wieder in einer „Wartezeit“ verharren, bevor sie dem Sound folgend sich weiter bewegen. Was sich aber genau zwischen den Charakteren und der Maschine abspielt, dass kann nur gemutmasst werden. 

Deshalb heißt es hingehen und inspirieren lassen! Wann Lukas Thiele wo zu sehen ist, verrät seine Webseite www.lukasthiele.de. Wir wünschen tolle Erkenntnisse!

artort.tv nachgefragt: Wolfgang Luh – Scherben nach Australien

Im Oktober haben wir über den Künstler Wolfgang Luh und seinem Kunstwerk „Requiem für eine verlorene Stadt“ berichtet (Filme hier im Kanal!). Heute sind wir auf einem kurzen Besuch bei ihm zu Hause, weil er eine interessante Mail zu seiner Aktion erhalten hat.

Scherben vom Kasseler Weinberg auf dem Weg nach Australien
Scherben vom Kasseler Weinberg auf dem Weg nach Australien

Auch in Australien ist das Schicksal Kassels bekannt – vor allem dann, wenn eigene Familienmitglieder im Feuersturm 1943 ihr Leben gelassen haben. Genau so eine Geschichte erzählt die Post aus Australien! Wir wünschen dem Projekt weiterhin eine lebendige Diskussion und Ihnen spannende Erkenntnisse!